Tipps für die Prüfungsvorbereitung

Viele kennen das Problem. Vor wichtigen Prüfungen steigt der Nervositätspegel ins Unermessliche. Bei manchen steigert sich die Nervosität bis hin zu Panikattacken und körperlich deutlich sichtbaren Stressreaktionen. Das muss nicht sein! Mit einer durchdachten Vorbereitung und der richtigen Einstellung lässt sich jede Prüfungssituation meistern.

Je nach Stoffumfang sollte früh genug mit dem Lernen begonnen werden. Der Lernstoff ist für das Gehirn leichter verdaulich, wenn er in Häppchen genossen wird. Das fordert ein gutes Zeitmanagement. Am leichtesten wird es mit einem Monats- bzw. Wochenplan. So behält man den Überblick, was erledigt ist und was noch zu tun ist. Wichtig ist es auch sich die Zeit so einzuteilen, dass nicht nur intensive Lernphasen, sondern auch zur Abwechslung andere Aktivitäten fix mit eingeplant sind. Da hat jeder seine eigenen Vorlieben. Ob ein Besuch im Kino, ein Treffen mit Freunden oder auch sportliche Aktivitäten. Wichtig ist, dass Körper und Gehirn eine Pause bekommen. Durch die Abwechslung sinkt der Stresspegel und das Lernen fällt hinterher wieder viel leichter. Es wäre ideal, mit der Lernphase etwa eine Woche vor der Prüfung fertig zu sein. Dann sollte nur noch Stoffwiederholung und vor allem Entspannung angesagt sein.

Im Rahmen der Vorbereitung hilft es auch, sich immer wieder die möglichen Prüfungssituationen vorzustellen. Eventuell finden sich nette Freunde, die ein Prüfungsgespräch führen. Für viele spielen Lerngruppen mit Gleichgesinnten eine wichtige Rolle. Nicht nur, dass das Einhalten eines Zeitplans leichter wird. Auch können in einer Gruppe Prüfungsabläufe nachgespielt und trainiert werden. Aber auch ein Monolog über ein bestimmtes Thema kann hilfreich sein. So erhält man die Sicherheit frei reden zu können und gleichzeitig wird der Stoff erneut vertieft und Wissenslücken können nachgeschlagen werden. Das Wissen, dass frei gesprochen werden kann, erhöht die eigene Sicherheit und lässt jeden souverän schwierige Prüfungssituationen zu meistern.

Bei großen umfangreichen Stoffgebieten, kann es helfen sich zuerst ein Gerüst zu erstellen. Was sind die wichtigsten großen Themen beziehungsweise Kapitel? Dann kommen erste Inhalte im Überblick dazu. Von diesen aus kann dann mehr ins Detail gegangen werden. So erhält man quasi einen Baum, der vom großen dicken Stamm aus sich immer weiter verzweigt, bis hin zu den kleinen Ästen. Damit erreicht man, dass Wichtiges im Zentrum steht und weniger Wichtiges zwar rekapituliert wird, aber nicht zu viel an Gewicht erhält. Mit dieser Technik lässt sich das größte Stoffgebiet in verdauliche Häppchen zerteilen.

Ein simpler und kostengünstiger Trick seine Angst vor einer Prüfung zu bekämpfen, ist sie niederzuschreiben. Damit ist der Lernende gefordert sich zu körperlich zu betätigen. Das Gehirn ist mit dem Schreiben beschäftigt und Denkblockaden entstehen so erst gar nicht. Sind dann die Ängste weggeschrieben, lässt sich die Prüfung gleich viel leichter meistern. Mentales Training und Entspannungstechniken helfen ebenfalls in schwierigen Situationen. Diese bedürfen allerdings einer intensiveren Beschäftigung und Training in den unterschiedlichen Techniken.

Schlussendlich sollte vor dem Prüfungstag auf genügend Schlaf geachtet werden. Nur wer körperlich fit ist, kann auch Höchstleistungen erbringen. Manche schwören auf leichte Kost am Morgen und andere wieder auf ihr gewohntes Lieblingsfrühstück. Hier sollte jeder nach Gefühl entscheiden, was für ihn selbst das Richtige ist. In der Prüfung hilft es, sich im Überblick ein Bild von den Fragen zu verschaffen. Sollte in der Fragestellung etwas unklar sein, darf man sich nicht scheuen nachzufragen. Zuerst werden jene Fragen beantwortet, die sofort konkret beantwortet werden können. Danach erst, jene Fragen, bei denen man eher noch Überlegen muss. Bewusstes ruhiges Atmen und Entspannen helfen dem Gehirn sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mündliche Prüfungen bieten den Vorteil, dass man auf verwandte Themen ausweichen kann. Oft kommen dann auch vom Prüfer Zwischenfragen, die weiterhelfen können. Teil-Antworten und alternative Themen sind im Übrigen immer besser als ganz zu Verstummen.

Nach der Prüfung ist es von Vorteil, diese noch einmal in Gedanken zu wiederholen. Rekapituliert man was gut war und was noch verbesserungswürdig war, läuft die nächste Prüfung bestimmt noch viel besser. Und eines sollte sich jeder vor Augen halten, das Hochgefühl nach einer erfolgreichen Prüfung lässt sich durch nichts ersetzen.

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